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Feuerland & Patagonien - Trekkingreise durchs wilde Patagonien und mythische Feuerland

Rubriken: Bericht - Reiseziele: Isla Navarino, Chile - Themen: Trekking

Feuerland & Patagonien

16 Tage Trekkingreise durchs wilde Patagonien und mythische Feuerland

In Punta Arenas, einer Stadt mit über 100"000 Einwohnern am äusseren Ende des amerikanischen Kontinentes, beginnt unser Abenteuer. 16 Tage durch Patagonien und Feuerland stehen auf dem Programm und gleich beim Verlassen des Flughafens, empfängt uns der so oft beschriebene, berühmt-berüchtigte patagonische Wind.

Mit dem Minibus geht es unvermittelt Richtung Norden, nach Puerto Natales. 250 km geteerte Strasse, die uns vor allem durch fast unbesiedelte Steppenlandschaft führt. Nur etwa 1 Prozent der chilenischen Bevölkerung wohnt in dieser Region. Die Steppe erscheint uns auf den ersten Blick unwirtlich, doch immer mehr entdecken wir, wie belebt diese Landschaft ist. Ñandus, Guanakos und Füchse sichten wir ebenso, wie sich in kleinen Lagunen spiegelnde chilenische Flamingos. Und langsam tauchen am Horizont die ersten schneebedeckten Berge auf, die den Ultima Esperanza-Fjord umgeben, an dem idyllisch Puerto Natales liegt. Kurz vor der Ankunft in dieser bunten Hafenstadt, können wir bereits einen Blick Richtung Torres del Paine erhaschen. Der Paine Grande, die höchste Erhebung des Nationalparks, ist von Puerto Natales aus schon zu sehen und lässt uns auf gutes Wetter hoffen.

Am nächsten Tag geht es früh los. 8 Tage werden wir im Nationalpark „Torres del Paine“ verbringen, eine einmalige Kombination von einer verlängerten Version der bekannten „W“-Wanderung und vier Tagen „off the beaten track“ im noch wenig begangenen Pingo-Tal. Am ersten Tag steht bereits ein Highlight auf dem Programm, die Wanderung zu den Torres-Spitzen. Beim Camping Torres angekommen, stellen wir die Zelte auf, um einen Teil von unserem Gepäck darin zu deponieren und uns nur mit dem Tagesrucksack ausgestattet auf den Weg zu machen. Knappe vier Stunden dauert der teils anstrengende Aufstieg, der uns bereits eine grosse Spannweite der patagonischen Flora vorführt, wie zum Beispiel violett blühende Platterbsen oder zart gemusterte Porzellanorchideen. Spätestens beim Erklimmen der letzten Meter der Endmoräne wird uns bewusst, dass sich die Mühe gelohnt hat. Das ständig wechselnde patagonische Wetter ist auf unserer Seite und gibt uns, oben  angekommen, den Blick auf die Torres-Spitzen frei. Was für ein erhabener Moment! Wieder unten auf dem Zeltplatz angekommen, können wir noch einmal einen Blick auf die Torres erhaschen, bevor wir das leckere Abendessen im Refugio zu uns nehmen.

Strahlend blau zeigt sich der Himmel am nächsten Morgen. Ob das wohl so bleiben wird? Der heutige Weg führt uns hauptsächlich dem Lago Nordenskjöld entlang, der türkisfarben vor uns liegt und gemeinsam mit den rotblühenden Feuerbüschen ein einmaliges Fotosujet darstellt. Als dann zu unserer Rechten auch noch die Cuernos, die zweifarbigen Felsformationen, auftauchen, ist der Höhepunkt des heutigen Tages klar definiert. Beim Refugio Cuernos, welches fast auf der Mitte des heutigen Marsches gelegen ist, machen wir eine Pause, bevor wir das letzte Stück bis zum Camp Italiano in Angriff nehmen. Die von Kondoren umkreisten Cuernos begleiten uns bis zu unserem heutigen Nachtlager, welches sich am Eingang des Französischen Tals befindet. Hier warten nun unsere einheimischen Träger auf uns, die uns während der ganzen Tour im Painepark immer wieder mit Lebensmitteln versorgen, da die meisten unserer Camps ohne Hütten sind und wir uns daher selbst versorgen. Mit der Hilfe der Träger bauen wir die Zelte auf und in einem einfachen Holzunterstand wird dann für uns gekocht, mit einfachsten Mitteln zaubern Träger und Guide eine leckere Mahlzeit.

Der dritte Tag ist für den Auf- und Abstieg ins Französische Tal reserviert. Da wir auch die nächste Nacht im Camp Italiano verbringen werden, können wir diese Wanderung nur mit dem Tagesrucksack in Angriff nehmen. Was für eine Erleichterung nach dem gestrigen Tag mit vollem Gepäck! Wieder ist das Wetter auf unserer Seite und kaum eine Wolke bedeckt den Himmel. Der erste Aufstieg dauert eine gute Stunde und auf einer natürlichen Plattform angekommen, haben wir Ausblick auf verschiedene Seen im Park, den Paine Grande und die Cuernos. Der Weg führt uns aber noch weiter bis ins Campamento Britanico und bis zu einem zweiten Mirador, der uns den ganzen Blick ins Französische Tal freigibt. Der Wind lässt einen langen Aufenthalt nicht zu, aber wir sind glücklich, diesen Ausblick geniessen zu dürfen und machen uns dann nach einer Essenspause auf den Rückweg ins Italiano.

Schon in der Nacht nehme ich das Geräusch wahr, sind das Regentropfen oder täuscht es? Beim ersten Blick aus dem Zelt weiss ich, es war wirklich eine Täuschung. Nicht Regen prasselte auf mein Zelt, nein, vielmehr Schnee hat sich über Nacht auf unseren Camping gelegt. Nach einem wolkenlosen Tag im Französischen Tal, beginnt der heutige Tag mit einer Wanderung durch Neuschnee. Vier Jahreszeiten an einem Tag, das sagt man, kann einem Patagonien bieten. Wie richtig doch diese Aussage ist! Stimmungsvoll erscheinen die Südbuchen mit dem feinen „Puderzucker“und die Seen Skottsberg und Pehoe, an denen wir vorbeikommen, erscheinen uns heute in ganz anderen Farben als beim gestrigen Ausblick vom Französischen Tal. Daran „schuld“ ist auch die Tatsache, dass heute der Wind anscheinend einen freien Tag bezogen hat. Der Schnee wird während dem Tag immer weniger und die Sonne kommt immer mehr zum Vorschein. Bei unserer Mittagspause beim Refugio Paine Grande dürfen wir noch einmal einen Blick auf die Cuernos erhaschen, bevor wir ins Tal Richtung Grey-Gletscher einbiegen. Auf dem Weg zum Refugio Grey nimmt der Wind wieder zu, das Wetter wird schlechter. Hoffentlich verregnet es uns morgen nicht die Bootsfahrt auf dem Lago Grey! Trotz des Regens sind wir begeistert, als der Grey-Gletscher, der grösste Gletscher im Park, vor uns auftaucht. Das Abendessen nehmen wir im gemütlichen und warmen Refugio ein und lassen uns von Wind und Wetter nicht beeindrucken.

Schnee ist über Nacht keiner mehr gefallen, aber der Regen hat nicht aufgehört und aufgrund des fehlenden Windes, wer hätte gedacht, dass uns der patagonische Wind noch fehlen wird, scheint auch keine Wetterbesserung anzustehen. Noch dauert es, bis wir um 13h das Boot besteigen werden, wer weiss. Und tatsächlich, während wir die Stirnseite des Grey-Gletschers entlang fahren, einer eindrücklichen Eiswand von 30 bis 40 Meter Höhe, nimmt der Regen langsam ab und wir können auf Deck des Bootes, um die gewaltigen Eismassen zu bestaunen. Am südlichen Ende des Greysees angekommen, endet unsere Bootsfahrt und wir nehmen unsere vier Tage im Pingo-Tal in Angriff. Das Pingotal ist im Westen des Parks gelegen und wird nach wie vor noch von sehr wenigen Touristen besucht. Deshalb können in dem Teil des Parks mit viel Glück auch die mittlerweile sehr selten gewordenen Huemuls, Südandenhirsche, beobachtet werden. Ob wir wohl auch das Glück haben werden? Der auf jahrtausendaltem Gletschereis servierte Pisco Sour, den wir während der Schiffsfahrt erhalten haben, ist uns etwas in die Knochen gefahren und so sind wir alle froh, dass die heutige Wanderung nur 45 Minuten dauert und wir beim Campamento Pingo, wo noch ein alter Schuppen als Unterschlupf dient, das von unseren Trägern zubereitete Abendessen geniessen können.

Der heutige Trekkingtag bringt uns zum Basecamp Zapata, weit im Pingotal und, wie der Name schon sagt, am Fusse des Cerro Zapata gelegen. Unterwegs machen wir für die Mittagspause einen kleinen Abstecher zum Wasserfall Pingo. Beim Rückweg können wir unseren Augen nicht glauben: ein Huemul! Gemütlich im Wald spazierend und grasend, lässt sich dieses wunderschöne, anmutige Rotwild nicht von uns stören und erlaubt uns tolle Fotos zu machen. Später werden wir von den Parkrangern erfahren, dass es sich um ein ausgewachsenes männliches Tier gehalten hat, deshalb auch das schöne gegabelte Geweih. Welch ein Glück! Da macht uns dann auch der erneute Regenfall beim Weitergehen nichts aus, besonders weil er nicht von langer Dauer ist. Nach gut sechs Stunden Marsch, kommen wir schliesslich bei unserem heutigen Lager an. Das Basecamp liegt gut geschützt in der Nähe einer Lagune. Man spürt die Nähe zu den Gletschern und abends wird es kühl, so dass wir uns nach dem Abendessen alle bald in unsere Zelte verabschieden. Am nächsten Tag steht eine Wanderung zum südlichen patagonischen Inlandeis, der nach der Antarktis und Grönland drittgrössten Eisfläche der Welt, auf dem Programm, die 8 bis 9 Stunden in Anspruch werden wird.

Die Wanderung Richtung ewiges Eis führt uns durch das immer wilder werdende Pingotal über Wegspuren, die bald nicht mehr zu erkennen sind. Schon drei Tage sind wir nun im Pingotal unterwegs und ausser uns ist weit und breit kein anderes menschliches Wesen zu erblicken. Wie wir diese Ruhe und Wildheit geniessen! Nach einer Flussquerung erklimmen wir durch den Gletscher glattgeschliffene Felsformationen, vorbei an unzähligen kleinen Lagunen, bis schliesslich vor uns das südliche patagonische Inlandeis zum Vorschein kommt. Ein erhabenes Gefühl überkommt uns, hier zu sein, bei diesem Überbleibsel der letzten grossen Eiszeit. Doch das Wissen, dass der kleine See vor uns vor ein paar Jahren noch nicht existiert hat, sondern hier, wo wir nun stehen, noch alles mit  einem dicken Eispanzer bedeckt war, stimmt uns auch etwas nachdenklich. Bei der Wanderung zurück zu unserem Base Camp eröffnet sich uns der Blick auf das nun scheinbar fern gelegene Torres del Paine-Massiv. Nach diesem wunderschönen Tag kommen wir alle müde, aber zufrieden im Camp an. Diese Tage im Pingotal haben sich sehr gelohnt. Und auch wenn wir uns nun nach sieben Tagen im Park darauf freuen, morgen wieder einmal in den Genuss eines richtigen Bett zu kommen, so macht sich langsam eine gewisse Wehmut breit. Der Torres del Paine-Park hat uns wirklich tief beeindruckt. Und so geniessen wir am nächsten Tag auf dem Weg zurück zu der Hosteria Grey, wo der Privattransfer für die Rückreise nach Puerto Natales schon auf uns wartet, noch einmal diese Stille, diese Blumenpracht, die Aussicht und die frische Luft Patagoniens.

In Puerto Natales angekommen, bereiten wir uns auf das nächste Abenteuer vor. Drei Tage Trekking auf der Isla Navarino. Puerto Williams, der Hauptort dieser am Beagle-Kanal gelegenen Insel, erreichen wir am nächsten Tag ab Punta Arenas mit einer 24-plätzigen Twin Otter. Ich hoffe, dass diese kleine Maschine auch den Winden Patagoniens bzw. Feuerlands gewachsen ist. Ein bisschen nervös bin ich schon, als wir langsam abheben und sogleich die geschichtsträchtige Magellanstrasse überfliegen. Doch dann versuche ich mich auf den fantastischen Ausblick zu konzentrieren. Endlose Bergketten und Gletscher können wir zwischen den Wolken erkennen. Gebirge, die kaum begangen und noch viel weniger erforscht wurden. Feuerland, das Ende der Welt, noch einmal rauer und einsamer als Patagonien. Nach 75 Minuten Flug erreichen wir Puerto Williams, die Maschine hat Stand gehalten, die Piloten wünschen uns einen schönen Aufenthalt und Julio, der uns in das Zentrum chauffieren wird, wartet schon mit seinem Minibus auf uns.

Gleich am Ankunftstag machen wir uns auf zur ersten Wanderung. Aber zuerst müssen wir noch einige Besorgungen machen. Da pro Person nur 10kg Gepäck eingecheckt werden können, kaufen wir alle Lebensmittel im kleinen Laden von Puerto Williams ein. Zudem müssen wir noch Gas beschaffen und uns bei der örtlichen Polizei abmelden. Danach kann es los gehen. Drei Trekkingtage ohne Refugio, ohne jegliche Infrastruktur und mit Selbstversorgung stehen vor uns. Am ersten Tag steigen wir bis zur Laguna del Salto auf. Der Weg führt durch das Valle Róbalo, ein Tal, in welchem sich Südbuchenwälder mit sumpfigen Wiesen abwechseln. So steigen wir oft über umgestürzte Bäume, sinken hie und da mal im Schlamm ein und der Wechsel zwischen Sonne, Wind und Regen scheint hier noch schneller zu erfolgen, als in Patagonien. Unterwegs sehen wir die ersten Biberdämme. Die Isla Navarino ist bekannt für ihre grossen Biberbestände, die nicht nur Gutes bedeuten. Da natürliche Feinde fehlen, richten diese niedlichen Biber grosse Schäden an. Dazu kommt, das seit ein paar Jahren auch Minks, eine Marderart,  ihr Unwesen auf der Isla Navarino treiben und zu einer Verminderung des Vogelbestandes beitragen.

Das letzte Stück Aufstieg zur Laguna del Salto braucht noch einmal Kraft, da hier noch etwas Schnee liegt, aber an der Lagune angekommen, ist die Anstrengung auch gleich wieder vergessen. Noch halb zugefroren liegt die Lagune vor uns und einmal mehr nehmen wir die Stille und Ruhe in uns auf, die wir in diesem Urlaub schon öfters erleben durften. An einem windgeschützten Platz errichten wir uns Lager, kochen uns Teigwaren und können uns sogar noch etwas sonnen, bevor die Sonne hinter den Felswänden verschwindet. In der Nacht verlasse ich einmal das Zelt und traue meinen Augen nicht. Ein wunderschöner Sternenhimmel prangt über uns! Unter all den Sternen, erkenne ich auch das Kreuz des Südens, welches mir aus früheren Reisen auf der südlichen Halbkugel ein Begriff ist.

Der zweite Tag auf der Isla Navarino besteht aus einer 5-stündigen Wanderung, die uns über die beiden Pässe Paso Australis und Paso de los Dientes, zu unserem Nachtlager bringt. Schon nach dem ersten Aufstieg befinden wir uns in alpinem Gebiet, umgeben von den trotz ihrer für europäische Verhältnisse niedrigen Höhe gigantisch wirkenden Dientes de Navarino. Dass der höchste Punkt dieser Wanderung auf nur 800m liegt, können wir fast nicht glauben, kommt es uns doch vor, als würden wir eine hochalpine Wanderung machen. Über Geröll- und Schneefelder gelangen wir zum Paso Australia. Von dort aus können wir bereits den nächsten Passübergang erahnen. Nun heisst es Sorge tragen. Eine steile Bergflanke müssen wir durchqueren, unter uns liegt eine tiefblaue Lagune, rechts von uns ragen die Berggipfel in die Höhe. So gelangen wir schliesslich zum Paso de los Dientes. Von da aus nehmen wir den sanften Abstieg in Angriff, der uns an weiteren Lagunen vorbeiführt. Am Horizont sehen wir das Meer und erahnen die Isla Wollaston, hinter der das berüchtigte Kap Hoorn liegt. Lange war die Umseglung des Kap Hoorns die einzige Möglichkeit für die Seefahrer, vom Atlantik in den Pazifik zu gelangen. Diese Route galt als eine der meistgefürchteten, denn nicht weniger als 10"000 Schiffe zerschellten bis heute an den klüftigen Abhängen dieses Kaps. Nun trennt uns nur noch eine Stunde von unserem Tagesziel. Die vielen, alleine durch die aufwendigen Konstruktionen der Biberdämme zustanden gekommenen Seen, in Kombination mit den mystischen Südbuchenwäldern, geben uns das Gefühl, in einer anderen Zeit gelandet zu sein. Am Abend haben wir dann die Chance, von unseren Zelten aus einen Biber zu beobachten.

Der nächste Tag ist der letzte Trekkingtag unserer Reise und wird zugleich einer der längsten werden. Es gilt langsam, aber sicher den Rückweg nach Puerto Williams einzuschlagen. Dafür müssen wir noch den Paso Austria überqueren, der neben dem Monte Bettinelli gelegen und von einer mächtigen Schneewechte geziert ist. Über Stock und Stein gelangen wir in das nächste Tal, das Valle Ukika, welches den Lago Windhond mit Puerto Williams verbindet. Der Tag ist zwar lang, aber stellt sich auch als äusserst abwechslungsreich heraus. Von kleinen Pässen, Wegen entlang weiteren Lagunen, Biberdämmen, wilden Flussläufen, Wiesen und Wäldern bis hin zu Moorgebieten wird uns alles geboten und wir merken kaum, wie die Zeit vergeht, bis wir uns schliesslich schon im letzten dichten Südbuchenwald befinden und uns langsam bewusst wird, dass wir schon bald wieder zurück in der Zivilisation sein werden. Unglaublich, drei Tage in der Wildnis von Feuerland lassen einem komplett die Zeit vergessen. Viel länger scheint es her, dass wir das Dorf verlassen haben und es wird noch einige Zeit brauchen, bis wir all diese Eindrücke verarbeitet haben. Entschleunigt hat uns diese Gegend. Und uns wieder einmal die Kräfte der Natur vor Augen geführt. Ich hoffe sehr, dass diese Gefühle noch lange nachwirken, auch wenn ich schon lange wieder zurück im Alltag sein werde.

Der lange Tag rundet das von unserer Gastgeberin Gabriela gezauberte vorzügliche Abendessen ab. Morgen werden wir noch einen freien Tag in Puerto Williams verbringen. Eine gute Art, sich wieder langsam an das Tempo unserer Gesellschaft zu gewöhnen, bevor uns die Twin Otter wieder nach Punta Arenas bringt und einen Tag später der Flug nach Santiago auf uns wartet. Wir verbringen unseren freien Tag in der südlichst gelegenen Siedlung der Welt mit viel Entspannen und einem Besuch im lokalen Museum, welches uns die Geschichte der Yamanas, der praktisch ausgestorbenen Ureinwohner Feuerlands, näher bringt. Auch ein Dorfbummel durch Puerto Williams lohnt sich. Wieder in Punta Arenas, der Hauptstadt der XII. Region Chiles, angekommen, merken wir, dass wir in Gedanken immer noch auf unseren Wanderungen sind. Torres del Paine und Dientes de Navarino klingen noch nach. Ist es möglich, dass wir erst vor zwei Wochen hier angefangen haben mit unserer Reise? Das Ende der Welt ist uns ans Herz gewachsen, die scheinbar raue Gegend hat uns gezeigt, wie viele Schönheiten sich in ihr verbergen. Noch lange werden uns Patagonien und Feuerland in bester Erinnerung bleiben.

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Friday, 03. September 2010